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Grab- und Bestattungsarten

Neben der klassischen Erdbestattung im Familiengrab haben sich hierzulande auch moderne Formen der Bestattung durchgesetzt. Hierzu zählt das Urnengrab in der freien Natur oder die Seebestattung auf dem Meer.

 

Bestattungsarten

Die Erdbestattung

Bei der Erdbestattung erfolgt die Beisetzung in einem Sarg. Dieser wird je nach Friedhof einem Wahl- oder Reihengrab der Erde übergeben. In der Regel wird der Verstorbene in dem Ort beigesetzt, in dem die Person ihren letzten dauerhaften Wohnsitz hatte. Dies ist aber nicht zwingend. Auch auf Friedhöfen in der Geburtsstadt kann der Verstorbene beispielsweise in einem Familiengrab beerdigt werden.

 

Die Feuerbestattung

Dabei wird der Verstorbene mit dem Sarg eingeäschert. Nach der Trauerfeier wird der Sarg nicht in der Erde versenkt und so der emotionale Abschied herausgezögert, da zwischen Beerdigung und Urnenbeisetzung oft ein längerer Zeitraum liegt. Je nach ausgewählter Grabart wird die abschließende Urnenbeisetzung durchgeführt.

 

 

Grabarten

Reihengrab:

In einem Reihengrab wird jeweils nur eine Person beigesetzt. Die Gräber sind meistens kleiner als Wahlgräber und werden – wie der Name schon sagt – der Reihe nach belegt. Sie können nicht im Vorhinein reserviert werden. Die Grabstelle wird immer erst beim Eintreten des Todesfalls zugewiesen. Die Nutzungsdauer beträgt in Heidelberg 18 Jahre. Eine Ausnahme bildet der Friedhof in Peterstal mit 25 Jahren Ruhefrist. Nach Ablauf des Nutzungsrechts verfällt die Grabstelle und steht dem Friedhof zur Neubelegung bereit. Daher ist diese Grabart normalerweise vom Preis her günstiger als ein Wahlgrab.


Wahlgrab:

Das frei wählbare Grab kann von den Trauernden persönlich gestaltet werden. Das betrifft sowohl die Wahl der Gedenksteine und Kreuze als auch die Form des Grabbeetes. Je nach Größe des erworbenen Grabes besteht mitunter auch Platz für weitere Verstorbene der Familie, sodass das Grab über Generationen weitergeführt werden kann. Das Nutzungsrecht eines solchen Grabes kann bereits zu Lebzeiten erworben werden. In Heidelberg liegt es bei 25 Jahren und kann nach Ablauf mehrmals verlängert werden.


Anonymes Grab:

Die anonyme Beisetzung erfolgt auf einem extra dafür vorgesehenen Feld, beispielsweise auf Wiesenwahlgräbern. Das umgebende Rasenstück wird nach der Beisetzung einheitlich hergerichtet, die Grab- bzw. Rasenpflege wird von der Gemeinde übernommen.

 

Urnenwahlgrab:

Es kann von den Angehörigen frei gewählt und auch gestaltet werden. Je nach Größe des Urnenwahlgrabes können in Heidelberg bis zu vier Beisetzungen an der Grabstelle durchgeführt werden. Das Grab kann bereits zu Lebzeiten reserviert werden. Die Nutzungsdauer kann beliebig verlängert werden.

 

Urnenreihengrab:

Dieses teilt der Friedhof nach Eintritt des Todes zu. Hier kann der Reihe nach nur jeweils eine Urne beigesetzt werden. Urnenreihengräber sind in der Regel preiswerter als Urnenwahlgräber.

 

Urnenwand/Kolumbarium:

Der Bergfriedhof sowie die Friedhöfe in Handschuhsheim und Neuenheim bieten Urnenwände mit Bestattungsnischen an. In einer solchen Nische können maximal zwei Urnen beigesetzt werden. Auf der Abschlussplatte stehen nach Wunsch Namen sowie Geburts- und Sterbedaten. Weiterer Grabschmuck wie Blumen oder Ähnliches ist allerdings nicht vorgesehen. Diese Grabart wird häufig gewählt, wenn die gärtnerische Pflege des Grabes von den Angehörigen nicht möglich ist.

 

Rasengrab:

Ein Rasengrab ist eine Option, wenn die Grabpflege auf Dauer nicht möglich ist. Der Friedhof übernimmt dann die notwendigen Arbeiten. Häufig werden die Grabstellen nicht mit Blumen bepflanzt, sondern nur mit Rasen gesät. Grabsteine sind je nach Friedhofssatzung aber möglich oder es wird eine große Gedenktafel errichtet, auf der die Namen sowie Geburts- und Sterbedaten aller Verstorbenen zu finden sind.

 

Gärtnerbetreutes Grab:

Der Bergfriedhof sowie die Friedhöfe in Handschuhsheim und Kirchheim bieten Grabfelder an, die Friedhofsgärtner betreuen. Sie legen das Grabfeld an, bepflanzen und versorgen es. Um eine solche Grabstätte zu erwerben, muss eine Pflegevereinbarung mit der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner eG geschlossen werden. Diese beinhaltet auch die Dauer des Nutzungsrechts.


Seebestattung:

Hinter einer Urnenbeisetzung auf hoher See steht häufig der zu Lebzeiten geäußerte Wille, nach dem Tod in der unendlichen Weite der Ozeane den letzten Frieden zu finden. Bei einer Seebestattung wird der Leichnam eingeäschert und in einer Urne der Reederei übergeben. Die Zeremonie kann auf Wunsch im Beisein der Angehörigen stattfinden. Im Anschluss wird eine Seekarte mit Positionsangabe der beigesetzten Urne überreicht.

 

Diamantbestattung:

Mittlerweile ist es möglich, aus der Asche des Toten einen Diamanten herzustellen, der zu einem Schmuckstück weiterverarbeitet werden kann. So ist es möglich, eine persönliche Erinnerung immer bei sich zu tragen.