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Die klassische Bestattungsform

Bei der Erdbestattung erfolgt die Beisetzung in einem Sarg. Dieser wird je nach Friedhof einem Wahl- oder Reihengrab der Erde übergeben. In der Regel wird der Verstorbene in dem Ort beigesetzt, in dem die Person ihren letzten dauerhaften Wohnsitz hatte. Dies ist aber nicht zwingend. Auch auf Friedhöfen in der Geburtsstadt kann der Verstorbene beispielsweise in einem Familiengrab beerdigt werden.

Für die Erdbestattung muss eine Grabart gewählt werden. Die gängigsten Grabarten finden Sie hier:

Das Wahlgrab

Das frei wählbare Grab kann von den Trauernden persönlich gestaltet werden. Das betrifft sowohl die Wahl der Gedenksteine und Kreuze als auch die Form des Grabbeetes. Je nach Größe des erworbenen Grabes besteht mitunter auch Platz für weitere Verstorbene der Familie, sodass das Grab über Generationen weitergeführt werden kann. Das Nutzungsrecht eines solchen Grabes kann bereits zu Lebzeiten erworben werden. In Heidelberg liegt es bei 25 Jahren und kann nach Ablauf mehrmals verlängert werden. In Mannheim beträgt die grundsätzliche Ruhezeit 15 Jahre.

Das Reihengrab

In einem Reihengrab wird jeweils nur eine Person beigesetzt. Die Gräber sind meistens kleiner als Wahlgräber und werden – wie der Name schon sagt – der Reihe nach belegt. Sie können nicht im Vorhinein reserviert werden. Die Grabstelle wird immer erst beim Eintreten des Todesfalls zugewiesen. Die Nutzungsdauer beträgt in Heidelberg 18 Jahre. In Mannheim beträgt die grundsätzliche Ruhezeit 15 Jahre.

Das Rasengrab

Ein Rasengrab ist eine Option, wenn die Grabpflege auf Dauer nicht möglich ist. Der Friedhof übernimmt dann die notwendigen Arbeiten. Häufig werden die Grabstellen nicht mit Blumen bepflanzt, sondern nur mit Rasen gesät. Grabsteine sind je nach Friedhofssatzung aber möglich oder es wird eine große Gedenktafel errichtet, auf der die Namen sowie Geburts- und Sterbedaten aller Verstorbenen zu finden sind.

Das gärtnerbetreute Grab

Der Bergfriedhof sowie die Friedhöfe in Handschuhsheim und Kirchheim bieten Grabfelder an, die Friedhofsgärtner betreuen. Sie legen das Grabfeld an, bepflanzen und versorgen es. Um eine solche Grabstätte zu erwerben, muss eine Pflegevereinbarung mit der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner eG geschlossen werden. Diese beinhaltet auch die Dauer des Nutzungsrechts.

Zu beachten ist, dass auf den Friedhöfen unterschiedliche Friedhofssatzungen und Gebührenordnungen gelten und somit nicht immer alle Grabarten möglich sind.